Es sind schon mehr als 105.000. In vielen Städten und Gemeinden Deutschlands und in Europa liegen sie bereits und nun war es auch hier so weit: Am 6. Mai 2024 hat der Künstler Gunter Demnig in Großbeeren elf Stolpersteine an drei Stellen verlegt. Stolpersteine sind in den Boden eingelassene kleine Mahnmale aus Messing, die an Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung erinnern.
In Großbeeren sind diese die jüdischen Einwohner Zahnarztehepaar
Erich und Erika Karpes (Dorfaue 18), Gastwirtsbesitzer Moritz Gumpert mit seinen Schwestern Louise und Elsa Rieß, geb. Gumpert mit Ehemann Kaufmann Wilhelm Rieß (Dorfaue 12) und die Kaufmannsfamilie Max Lewy mit Tochter Martha Zydower, geb. Lewy, Ehemann Louis Zydower und den Kindern Ruth und Richard Zydower (Berliner Straße 18). Von allen Genannten hat nur Erika Karpes überlebt.
Auf Initiative des Landtagsabgeordneten Helmut Barthel wurde 2022 eine AG Stolpersteine in Großbeeren gegründet, die sich mit diesem Teil der Großbeerener Geschichte auseinandergesetzt hat und weiter auseinandersetzen wird. Die große Teilnehmerzahl bei der Verlegung und die Spendenbereitschaft haben gezeigt, dass es für das Thema ein lebendiges Interesse gibt.
Die AG Stolpersteine dankt der Kirchengemeinde Großbeeren und Pfarrer Manntz für die Mitarbeit und die Unterstützung des Projektes.
Für die AG Stolpersteine:
Helmut Barthel und Dr. Gabriele Bergner